Im Zweifel … Untere Denkmalschutzbehörde

Das neu erschlossene Baufeld, auf dem sich unser potenzielles Grundstück befindet, ist ein Ort mit beträchtlicher Geschichte. Am äußeren Rand des Feldes wurden historisch bedeutsame Hinterlassenschaften aus der Bronzezeit gefunden. Die Archäologen sind wohl zahlreich eingeritten. Damit ist das gesamte Baufeld als quasi „gefährdet“ eingestuft.

Im Zweifel ... Untere Denkmalschutzbehörde

Im Zweifel … Untere Denkmalschutzbehörde
© JamesDeMers – pixabay.com

Diese Info mit auf den Weg zu bekommen verspricht großes Kopfkino. Sollte im Verlauf unserer Bodenarbeiten etwas gefunden werden, erfolgt ein sofortiger Stopp der Arbeiten. Im Anschluss freut sich die Untere Denkmalschutzbehörde über eine entsprechende Information. Diese nimmt sich der Begutachtung samt Ausgrabung an.

Im BdgDSchG1 (Gesetz über den Schutz und die Pflege der Denkmale im Land Brandenburg) sind dazu alle Punkte noch einmal nachzulesen.

Nach einem Gespräch mit der zuständigen Behörde für unser Baufeld habe ich mich über die Konsequenzen für einen solchen Fall aufklären lassen. Die anfallenden Kosten für die Ausgrabung und Sicherstellung der entsprechenden Funde werden dem Bauherrn nach dem sogenannten Zumutungsprinzip in Rechnung gestellt. Im Land Brandenburg sind überlicherweise 5 bis 10 % der Bausumme fällig. Die übrigen Kosten trägt das Land.

Der Kellerbau könnte damit ein überaus riskantes Unterfangen werden.


1 https://bravors.brandenburg.de/de/gesetze-211719, 19.06.2019, 20.00 Uhr